„Was kostet eine Website?“ höre ich fast in jedem Erstgespräch. Die ehrliche Antwort: Das hängt davon ab, was Ihre Website leisten soll. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, woraus sich der Preis zusammensetzt, welche Kosten nach dem Start dazukommen und woran Sie ein seriöses Angebot erkennen.
Warum es keinen Pauschalpreis gibt
Die Frage ähnelt ein wenig der Frage „Was kostet ein Haus?“. Ein Gartenhaus und ein Einfamilienhaus sind beides Häuser. Niemand würde aber erwarten, dass sie gleich viel kosten.
Bei Websites ist es genauso. Zwei Angebote für „eine Website“ können zwei völlig verschiedene Dinge beschreiben. Das eine enthält Texte, Fotos, Rechtstexte und eine Einweisung. Das andere enthält ein Layout mit Platzhaltern, das Sie selbst befüllen müssen. Vergleichen können Sie deshalb nur, was im Angebot tatsächlich steht.
Die sechs Faktoren, die den Preis bestimmen
1. Umfang. Wie viele Seiten braucht Ihr Auftritt, und wie unterschiedlich sind sie? Eine einzelne Landingpage für ein Angebot ist etwas anderes als ein vollständiger Auftritt mit Leistungen, Team, Kontakt und Blog.
2. Inhalte. Dieser Punkt wird am häufigsten unterschätzt. Wer schreibt die Texte? Gibt es gute Fotos, oder muss ein Fotograf kommen? Gute Inhalte entscheiden darüber, ob Besucher bleiben und sich melden. Sie kosten Zeit, egal wer sie erstellt.
3. Funktionen. Ein Kontaktformular gehört fast immer dazu. Online-Terminbuchung, mehrere Sprachen, ein Blog oder ein CMS, mit dem Sie Inhalte selbst pflegen, machen den Aufwand jeweils größer.
4. Gestaltung. Wird eine Vorlage angepasst, oder entsteht ein eigenes Design, das zu Ihrem Unternehmen passt? In beiden Fällen muss die Seite responsiv sein, also auf Smartphone, Tablet und Desktop gut funktionieren.
5. Barrierefreiheit. Ausreichende Kontraste, Bedienbarkeit per Tastatur und Alternativtexte für Bilder plane ich von Anfang an mit ein. Nachträglich wird es aufwendiger. Mehr zur Barrierefreiheit und zur Frage, wen das BFSG betrifft, folgt in einem eigenen Artikel.
6. Rechtliches und Technik. Impressum, Datenschutzerklärung, ein sauberes Consent-Verfahren, eine verschlüsselte Verbindung per SSL und kurze Ladezeiten gehören zur Grundausstattung. Wie schnell Ihre aktuelle Seite lädt, sehen Sie mit dem Ladezeit-Test.
Diese Fragen sollte ein Angebot beantworten
- ☐ Wie viele Seiten sind enthalten?
- ☐ Wer liefert Texte und Fotos?
- ☐ Welche Funktionen sind dabei, welche nicht?
- ☐ Wie viele Korrekturschleifen sind inklusive?
- ☐ Sind Impressum, Datenschutz und Consent berücksichtigt?
- ☐ Welche laufenden Kosten kommen nach dem Start dazu?
Einmalige und laufende Kosten
Bei einer Website gibt es zwei Arten von Kosten.
Einmalig fallen Konzept, Gestaltung, technische Umsetzung und die Inhalte an.
Laufend kommen mehrere Posten dazu: die Domain, also Ihre Adresse im Netz, das Hosting, also der Speicherplatz auf einem Server, und die Wartung. Zur Wartung gehören Sicherheitsupdates, regelmäßige Backups und ein Blick darauf, ob alles funktioniert. Dazu kommen spätere Änderungen, etwa neue Öffnungszeiten, ein neues Teammitglied oder ein neues Angebot.
Deshalb sage ich es offen: Eine Website ist mit dem Start nicht fertig bezahlt. Ein gutes Angebot weist die laufenden Kosten getrennt und gut sichtbar aus.
Baukasten, Vorlage oder Maßarbeit: ein ehrlicher Vergleich
Grob gibt es drei Wege zur eigenen Website.
| Baukasten | Vorlage (Theme) | Maßarbeit | |
|---|---|---|---|
| Wer macht die Arbeit? | Überwiegend Sie selbst | Sie oder ein Dienstleister | Ein Dienstleister gemeinsam mit Ihnen |
| Gestaltung | Aus vorgegebenen Layouts | Innerhalb der Vorlage anpassbar | Frei und auf Ihr Unternehmen zugeschnitten |
| Technik und Tempo | Legt der Anbieter fest | Hängt von Vorlage und Plugins ab | Gezielt optimierbar |
| Abhängigkeit | Hoch: Ein Umzug bedeutet meist einen Neubau | Mittel | Gering, wenn Domain und Daten Ihnen gehören |
| Passt, wenn … | Sie einen ersten Einstieg suchen und selbst Zeit investieren | ein Standardaufbau genügt | Ihre Website Kunden gewinnen und Ihr Unternehmen eigenständig zeigen soll |
Der Baukasten kann ein Einstieg sein, zum Beispiel für eine erste Präsenz. Eine individuelle Lösung ist er nicht. Sie arbeiten mit denselben Layouts wie viele andere, und das sieht man den meisten Seiten an. Dazu kommt Ihre eigene Zeit, die Sie für Aufbau und Pflege brauchen. Auch sie ist ein Kostenfaktor, der in keiner Rechnung auftaucht.
Die Vorlage, zum Beispiel ein Theme für WordPress, bietet mehr Spielraum. Viele Funktionen kommen dabei über Plugins hinzu. Jedes davon muss gepflegt werden und kann die Seite langsamer machen.
Maßarbeit ist der aufwendigste Weg. Dafür passt das Ergebnis genau zu Ihrem Unternehmen, zu Ihren Inhalten und zu Ihren Kunden. Wie unterschiedlich Websites in der Praxis abschneiden, zeigt mein Website-Check Rosenheim.
Woran Sie ein seriöses Angebot erkennen
- Der Leistungsumfang ist konkret beschrieben, nicht nur „Website inkl. Design“.
- Die Zahl der Korrekturschleifen ist festgelegt.
- Laufende Kosten sind getrennt ausgewiesen.
- Es ist geregelt, wem Domain, Inhalte und Zugangsdaten gehören.
- Es ist klar, was nach dem Start passiert: Wartung, Änderungen, Ansprechpartner.
Fehlt einer dieser Punkte, fragen Sie nach. Ein guter Anbieter beantwortet das gern.
So läuft mein Festpreisangebot ab
- Erstgespräch: Sie erzählen, was Ihre Website leisten soll und für wen sie gedacht ist.
- Umfang klären: Wir legen gemeinsam Seiten, Inhalte und Funktionen fest.
- Schriftliches Festpreisangebot: Sie wissen vorher genau, was Sie bekommen und was es kostet.
- Umsetzung: Zwei Korrekturschleifen sind enthalten.
- Abnahme und Start: Danach betreue ich Ihre Website auf Wunsch mit einem Wartungsvertrag weiter.
Für Arztpraxen gibt es zusätzliche Anforderungen, etwa bei Pflichtangaben und Online-Terminen. Was ich dort beachte, finden Sie unter Websites für Arztpraxen. Allgemeine Informationen zu meinem Vorgehen stehen unter Webdesign.
Wo steht Ihre Website heute?
Bevor wir über eine neue Website sprechen, lohnt sich ein Blick auf die bestehende. Mit dem kostenlosen Website-Check sehen Sie, wo Ihre Seite gut ist und wo es hakt. Oder Sie rufen mich einfach an.
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